Frauen und Männer sind gleichberechtigt

Diözesankomitee setzt sich für eine geschlechtergerechte Kirche ein

Paderborn, 29.11.2019, Die Vollversammlung des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn befasste sich mit aktuellen Initiativen für eine geschlechtergerechte Kirche. Drei Referentinnen leiteten mit ihren Statements in eine intensive Diskussion um die Rolle der Frau in der Kirche ein. Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Begleiterin des kfd-Bundesvorstandes, machte deutlich, dass aus ihrer Sicht nicht der Zugang von Frauen zu allen Weiheämtern einer Rechtfertigung bedarf, sondern deren Ausschluss. Auch die weltkirchliche Sicht wurde betrachtet. Dabei betonte Irmentraut Kobusch, Vorsitzende des Netzwerkes Diakonat der Frau, dass das Frauendiakonat in der ganzen Welt ein großes Thema sei. Besonders pointiert äußerte sich Claudia Siegel, Mitglied der Paderborner Gruppe der
Initiative Maria 2.0: „Wenn der heilige Geist weht, wo er will – dann hat er uns voll erwischt“, erläuterte sie ihre Motivation. Den Statements der drei Referentinnen folgten viele Fragen und Meinungsäußerungen aus dem Publikum. Es wurden Vergleiche mit der Aufbruchstimmung unmittelbar nach dem II. Vatikanischen Konzil gezogen. 50 Jahre danach seien aus Sicht der Anwesenden konkrete Reformen dringend notwendig. Heribert Zelder, Mitglied des Vorstandes des Diözesankomitees, moderierte die lebhafte Diskussion und resümierte: „Für die überfälligen
Reformen braucht es Engagement, Offenheit für gute Argumente und einen langen Atem. All dies wird das Diözesankomitee in die anstehenden Prozesse einbringen.“

Auf dem Bild:
Heribert Zelder (Vorstand Diözesankomitee), Nadine Mersch (Vorsitzende Diözesankomitee), Claudia Siegel (Maria 2.0), Irmentraud Kobusch (Vorsitzende Netzwerk Diakonat der Frau), Prälat Thomas Dornseifer (Bischöflicher Beauftragter), Ulrike Göken-Huismann (Geistliche Begleiterin kfd-Bundesvorstand), Reinhard Schulte (Vorstand Diözesankomitee), Jan Hilkenbach (Vorsitzender Diözesankomitee) (v.l.n.r.)

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